Lehrstuhl für
Multimediakommunikation und Signalverarbeitung
Prof. Dr.-Ing. André Kaup

Digitaler Signalprozessor DSP

Ein schnelles System für zeitkritische Aufgaben der Signalverarbeitung

Projekt: DFG-Forschungsvorhaben Schu 195/22,27,33
Durchführung: Dr.-Ing. J. Schloß, Dr.-Ing. M. Büttner, 1976-1979

DSP DSP Skizze
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Beschreibung:

Der Digitale Signalprozessor wurde speziell für die Realisierung von Filteralgorithmen sowie Vektor- bzw. Matrizenoperationen für die zweidimensionale Signalverarbeitung ausgelegt. Ein wesentliches Ziel bei seiner Konzeption war die Bereitstellung einer hohen Rechenleistung für die erwähnten Aufgaben. Dabei sollte dem Benutzer die Möglichkeit zur Programmierung auf Maschinenbefehlebene gegeben werden, so dass die Notwendigkeit zur Mikroprogrammierung entfällt. Um deshalb keine Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen zu müssen, werden sämtliche Befehle durch direkte Hardwaresteuerung mit höchstens zwei Maschinenzyklen ausgeführt.
Der Digitale Signalprozessor verfügt über eine arithmetische Einheit zur Bildung des inneren Produkts zweier Vektoren der Länge 6 in 1,95 μsec. Die arithmetische Einheit ist in verteilter Arithmetik aufgebaut.

Technische Daten:

Veröffentlichungen:

J. Schloß: Zum Entwurf und zur Anwendung programmierbarer Prozessoren für die digitale Signalverarbeitung.
  Dissertation am Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, Ausgewählte Arbeiten über Nachrichtensysteme, Nr. 40, Erlangen, 1980.
J. Schloß, R. Czarnach: Der Digitale Signalprozessor DSP.
  Ausgewählte Arbeiten über Nachrichtensysteme, Nr. 43, Erlangen, 1980.
M. Büttner, H.W. Schüßler: On Structures for the Implementation of the Distributed Arithmetic.
  Nachrichtentechnische Zeitschrift, Band 29, 1976, S. 472 - 477.