Lehrstuhl für
Multimediakommunikation und Signalverarbeitung
Prof. Dr.-Ing. André Kaup

Erweiterung der HEVC-Referenzsoftware um eine modifizierte Bewegungsschätzung für Fisheye-Videosequenzen

Betreuer:Dipl.-Ing. Andrea Eichenseer (Raum 01.178)
Hochschullehrer:Prof. Dr.-Ing. André Kaup
Datei:Info-PDF
Info:

Typische Videoaufnahmen weisen starke zeitliche Korrelationen auf, die im Rahmen der Redundanzreduktion innerhalb eines hybriden Videocodecs ausgenutzt werden. Dazu finden geeignete Verfahren zur Bewegungsschätzung und -kompensation Verwendung, die sowohl block- als auch pixelbasiert arbeiten können. Das aktuell zu codierende Bild kann mithilfe eines typischerweise vorangegangen Bildes der Sequenz prädiziert und der Restbildfehler so reduziert werden. Damit lässt sich die Codiereffizienz signifikant steigern. Der neueste Videocodierstandard, H.265/HEVC, setzt ebenso wie H.264/AVC eine blockbasierte Bewegungsschätzung ein. Diese basiert auf einem translatorischen Bewegungsmodell, das für typische Videoaufnahmen gut angewendet werden kann.

Beim Einsatz von extrem weitwinkligen Objektiven, wie z.B. Fisheye-Objektiven, kann dieses Bewegungsmodell jedoch nicht mehr ohne Abstriche auf die resultierenden Fisheye-Aufnahmen übertragen werden. Basierend auf einer in MATLAB entwickelten Methode zur angepassten Bewegungsschätzung für Fisheye-Sequenzen mittels geeigneter Projektionen soll deshalb in dieser Arbeit die HEVC-Referenzsoftware erweitert und modifiziert werden. Hierzu ist eine gründliche Einarbeitung in die Referenzimplementierung nötig, weshalb fundierte C++-Kenntnisse sowie eine eigenständige und strukturierte Arbeitsweise unabdingbar sind! Der modifizierte Codec soll abschließend evaluiert und mit der Referenz verglichen werden. Hierfür stehen sowohl synthetische als auch reale Fisheye-Aufnahmen zur Verfügung.

Typ:Masterarbeit
Status:Angeboten