Lehrstuhl für
Multimediakommunikation und Signalverarbeitung
Prof. Dr.-Ing. André Kaup

Untersuchung verschiedener Szenenwechseldetektoren für die dreidimensionale frequenzselektive Extrapolation

Betreuer:M.Sc. Andreas Spruck (Raum 01.178)
Hochschullehrer:Prof. Dr.-Ing. André Kaup
Student:Dorner, Andreas
Beginn:15.11.2017
Info:

Während der Übertragung von Videos über einen Kanal kann es zu Fehlern kommen, wodurch einzelne Bildbereiche nicht mehr korrekt decodiert und angezeigt werden können. Eine Möglichkeit die so entstandenen Fehlstellen zu rekonstruieren stellt die dreidimensionale frequenzselektive Extrapolation dar. Das Verfahren erzeugt dabei iterativ ein Modell aus gewichtet überlagerten Fourier-Basisfunktionen. Dabei erfolgt die Modellbildung so, dass das Modell das vorhandene Signal mittels einer dünn besetzten Repräsentation annähert. Da sich das Modell in die Bereiche der Fehlstellen hinein erstreckt, erhält man für diese automatisch eine Fortsetzung des Signals. Als Grundlage für die Modellbildung dient hierbei ein Unterstützungsgebeit, das sich im Gegensatz zum zweidimensionalen Fall nicht nur in örtliche Richtung erstreckt sondern auch die zeitliche Nachbarschaft um die Fehlstelle herum in die Modellbildung mit einbezieht. Dadurch erhält man ein dreidimensionales Modell des Signals.
Da es während einer Videosequenz zu Szenenwechseln kommen kann, besteht die Möglichkeit, dass das zu erstellende Modell verfälscht wird, falls solch ein Szenenwechsel in den Bereich des Unterstützungsgebietes fällt. Herr Dorner erhält deshalb die Aufgabe, verschiedene Szenenwechseldetektoren zu implementieren und für die Verwendung im Rahmen der dreidimensionalen frequenzselektiven Extrapolation zu testen. Insbesondere soll bei der Auswertung darauf Wert gelegt werden ob und unter welchen Vorraussetzungen durch die eingesetzten Szenenwechseldetektoren Ghosting-Artefakte im Rekonstruktionsergebnis verhindert werden können.

Typ:Forschungspraktikum
Status:Laufend